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Redaktion
Das Geschäftskonto dient Einzelfirmen, Kapital- und Personengesellschaften oder Freiberuflern zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Während gerade bei Freiberuflern die Umsätze durchaus über ein privates Girokonto abgewickelt werden können, legen Banken bei gewerblicher Nutzung Wert auf die Eröffnung eines Geschäftskontos.

Grundsätzlich wird das Geschäftskonto genauso geführt wie ein klassisches Girokonto. Der Zahlungsverkehr des Selbständigen wird über diese Konto abgewickelt. Idealerweise erkundigen sich Existenzgründer, die ein Geschäftskonto eröffnen wollen, zunächst bei ihrer Hausbank.

Werden über das Konto nur ein- und ausgehende Zahlungen abgewickelt, bietet sich die Führung eines Online Geschäftskontos an. Wer jedoch aufgrund seines Geschäftsbetriebes häufig Bargeld ein- oder auszahlt und eventuell einen Kontokorrentkredit benötigt, der sollte persönliche bei einer Filialbank vorsprechen.

Welche Unterlagen sind für die Eröffnung eines Geschäftskontos erforderlich?

Die notwendigen Unterlagen sind abhängig von der Rechtsform des Unternehmens

Freiberufler

  • Personalausweis

Einzelunternehmen

  • Personalausweis
  • Gewerbeschein

Personengesellschaften

  • Gesellschaftervertrag
  • Personalausweise der vertretungsberechtigten Gesellschafter

Geschäftskonten für Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften gelten als juristische Personen, die ein eigenes Geschäftskonto führen müssen. Zu den Kapitalgesellschaften zählen:

  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH
  • Aktiengesellschaft
  • Kommanditgesellschaft auf Aktien KGaA
  • Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt UG

Die Wahl des passenden Geschäftskontos

Bei der Wahl des passenden Geschäftskontos kommt es auf die notwendigen Bankdienstleistungen an. Für Geschäftskonten erheben Banken üblicherweise monatliche Pauschalen. Eine bestimmte Anzahl monatlicher Buchungen ist in der Regel in der Kontoführungsgebühr enthalten. Bei Überschreiten der maximalen Anzahl werden pro Buchung weitere Kosten in Rechnung gestellt. Wer über das Konto Lastschrifteinzüge abwickeln will, sollte dies direkt mit der Hausbank besprechen, hier werden in der Regel besondere Konditionen vereinbart.

Bei einigen Kontomodellen ist eine ec- oder Maestrocard in der monatlichen Pauschalen enthalten. Gerade Geschäftskunden, die häufig Bargeld verfügen, sollten bei der Wahl der Bank die Geldautomatendichte und die Kosten für Barverfügungen im Blick haben.

Beantragung einer Kreditlinie

Wird zusammen mit der Geschäftskontoeröffnung die Bereitstellung eines Dispositionskredits beantragt, benötigt die Bank weiterführende Unterlagen. Vor Einräumung einer Kreditlinie nehmen die Banken umfangreiche Prüfungen vor. Je nach Rechtsform werden Bilanzen, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Einnahmen- Überschussrechnungen verlangt. Zudem erwarten Kreditinstitute Selbstauskünfte der persönlich haftenden Gesellschafter. Schwieriger wird es bei Existenzgründern, die noch keine konkreten Zahlen vorweisen können. Hilfreich kann die Einreichung des Businessplans sein.

Tipp der Redaktion

Wer als Freiberufler keine besonderen Bankdienstleistungen benötigt, kann unter Umständen ganz auf ein Geschäftskonto verzichten und die Umsätze über ein klassisches Girokonto abwickeln - das ist in der Regel deutlich günstiger!
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